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Nach 24H2-Update werden keine Netzlaufwerke mehr angezeigt

Inplace-Update auf Windows 11-24H2 mit Erfolg und Hemmnissen

Seit Monaten kursieren nun schon Gerüchte, dass Microsoft das ‚Herbst-Update 2024‚ für Windows 11 fertiggestellt und das sogenannte ‚roll-out‘ begonnen hat. Ob es sich allerdings um ein Update oder eine neue Version handelt, wissen die ‚Experten‘ scheinbar auch nicht. Da es allerortens allerdings heißt ‚eine Meldung wird im Update-Register erscheinen‘ habe ich keine Eile. Unfertige Software mag ich nicht auf meinen PCs.

Am 14.Februar 2025 beschließe ich dann allerdings ‚Herbst is over‘. Da ich ein inplace-Update anstrebe, suche ich die passende ISO-Datei im Internet. Aus allen im dort kursierenden Versionen entschließe ich mich für das Original von Microsoft „Win11_24H2_German_x64.iso„, das ich über
„Windows 11 Laufwerkimage (ISO) für x64-Geräte herunterladen“
als
„Windows 11 (Multi-Edition-ISO für x64-Geräte) Laufwerkimage (ISO) für x64-Geräte“
aus
https://www.microsoft.com/de-de/software-download/windows11
herunterlade.

Diese Datei öffne ich als virtuelle DVD im laufenden Windows auf meinem Laptop ACER Swift 3 und starte das Setup. Alles läuft, wenn auch teilweise recht zäh, reibungslos bis zum Neustart durch. Alle Applikationen lassen sich starten, alle Daten sind zugänglich, Internet-Zugang reibungslos. Welche Verbesserungen 24H2 bringt, ist nicht unmittelbar feststellbar. Mein System ist auf dem aktuellen Stand und das ist zur Zeit ausschlaggebend.
Das Update hat auch sichtbare positive Effekte: Nach dem Update ist die seit Wochen nicht nutzbare Diagramm-Funktion in GnuCash wieder aktivierbar und GeoSetter startet wieder einwandfrei ohne jegliche Fehlermeldung.

Dann wird es wohl auch auf meinem Arbeits-PC, dem DELL-Desktop XPS 8940, keine Probleme geben. Auch hier läuft das Setup reibungslos bis zum Neustart des Systems durch. Leider ist das Endergebnis nicht so perfekt, wie auf dem Notebook: Im Explorer werden keine Netzlaufwerke mehr angezeigt, und damit sind alle verbundenen und mit Laufwerksbuchstaben versehenen NAS-System verschwunden. Recherchen im Internet bringen nichts, zig Leute klagen über den gleichen Effekt, leider kennt keiner eine Lösung. Eine Information regt mich allerdings an, einen Versuch zur Wiederherstellung zu starten: Freigegebene Netzlaufwerke nicht mit ihrem Namen, sondern mit ihrer IP-Adresse zu aktivieren und als Laufwerke zu aktivieren. Am Anfang hakt das etwas, aber letzendlich erscheinen alle Netzwerk-Freigaben wieder im Explorer.

Leider lassen sich diese Erfolge nicht auf meinen dritten PC, das Microsoft Surface Pro4, übertragen. Auf ihm stürzt das System vor Ende des Updates ab und das NoteBook lässt sich danach nicht einmal ausschalten. Also zunächst Akku leerlutschen und abwarten (siehe https://www.senioren-freuden.de/blog/kein-24h2-update-auf-surface-pro-4/).

Der Große Crash

Und dann kam er doch, der große Crash. Das Notebook SAMSUNG RC730 fährt nicht mehr hoch. „Kein Problem“, denke ich, „das kann man ja reparieren. Schließlich habe ich vorgesorgt.“ Alles fauler Zauber. Ein Bootmenü ist nicht aufrufbar, um das sogenannte ‚live‘-System mit der Notfall-Installation zu starten. Im Bios die Startreihenfolge auf CDROM einstellen – Fehlanzeige. Es rückt und rührt sich gar nichts mehr. In all dem Frust bei den mehrtägigen Versuchen dem System auch nur die geringsten Lebensspuren zu entlocken, bleibt wenigstens die Genugtuung, alle wichtigen Daten – es liegen immerhin über 85.000 (!) Fotos auf der Datenpartition – gerettet zu haben. Täglich beim Einschalten des Systems wird das gesamte Laufwerk auf ein externes NAS gesichert (synchronisiert). Verloren scheinen nur die auf der Systempartition liegenden ‚Benutzerdaten‘ inkl. der Katalogdaten des ADOBE PhotoshopElementsOrganizer. Vielleicht rettet mich in diesem Fall das Katalog-Backup, das ich gerade vor 14 Tagen durchgeführt und separat gespeichert habe.

Soweit Teil 1 dieser unerfreulichen Situation. Was tun? Der eigentliche ‚Schaden‘ hält sich ja in Grenzen. Die noch nicht gesicherten Fotos stehen in den Kameras ja auch noch zur Verfügung. Programme neu einrichten ist zwar erheblicher Aufwand, bietet andererseits auch die Chance zu modernisieren und aufzuräumen. Den eigentlichen Anstoß, ein neues System anzuschaffen, gibt aber dann der Umstand, dass ich mich mehr als einmal über das sehr blickwinkelabhängige Display des alten Samsung-Systems geärgert habe – speziell bei der Bildbearbeitung. Da wurde doch auch gerade das ‚ACER Swift 3‚ so hochgelobt. Schnell ist die vermeintlich optimale Konfiguration zusammengestellt: i7-Prozessor, 16 GB RAM, SSD + HDD mit > 1 TB, blickwinkelunabhängiges IPS-Display. Noch eine Nacht ‚drüber schlafen, dann ist die Bestellung raus. Die vier (4) Tage bis zur Lieferung nutze ich, um einen detaillierten Arbeitsplan für den Neubeginn zu erstellen.

Das ist alles zu erledigen, um einen meinen Erfordernissen entsprechenden PC zu konfigurieren:
1. Windows-Installation abarbeiten.
2. Netzwerk einrichten, feste IP-Adresse einrichten (über Einstellungen/Netzwerk/Adapter).
3. Anmeldeoption auf Microsoft-Konto einstellen inkl. OneDrive-Anmeldung.
4. Windows aktualisieren über Update-Funktion und Bluetooth-Maus aktivieren.
5. HDD partitionieren über Datenträger-Verwaltung (50 GB für Programm-Archive, 800 GB für Bild-Daten, 150 GB für sonsige Daten).
6. die aus diversen Quellen zusammengesuchten und auf USB-Stick gespeicherten Programm-Dateien ins neue Archiv übertragen.
7. Monitor kalibrieren mittels Spyder5Pro 5.1.
8. Feste Laufwerksbuchstaben für USB-Sticks und SD-Speicherkarten konfigurieren mit USBDLM 5.3.9.
9. Feste Laufwerksbuchstaben für NAS-Laufwerke und eigenen Server vergeben.
10. Aus Backups und anderen Sicherungsmedien alle Daten holen und an die neuen Plätze kopieren.
11. Portable Programme einrichten und ins Startmenü einfügen (u.a. Firefox, Notepad++, 7-Zip, LibreOffice).
12. Vor der Installation der Haupt-Anwendungen etwas Fein-Schliff: im Explorer „1-Klick“ und „alles anzeigen“ aktivieren, Taskleiste: kleine Symbole, Firefox als Standard-Browser, Standard-Programme/ Verknüpfungen definieren für alle portablen Anwendungen.
13. Installation aller Programme, die auf diesem PC ausgeführt werden sollen. Dabei stelle ich fest, wie sinnvoll es war, alle gesicherten Daten (und applikations-relevanten Datenbanken) schon an den endgültigen Plätzen zu haben:
13.1 ADOBE Lightroom 6 mit Update 6.14
13.2 ADOBE Photoshop Elements 15 – Organizer-Katalog stand im ursprünglichen Systemverzeichnis, deshalb aus Backup mit einer nur ca. vier (4) Wochen-Lücke wieder hergestellt (mit konvertieren, aufräumen und neu organisieren)
13.3 ADOBE DNG Converter 10.3
13.4 Update auf ADOBE Photoshop Elements 2019 [17] mit Download-Datei. Das ISO der Kauf-DVD bricht ab
13.5 Personal Backup 5.9.4.5
13.6 Smart GPS Sync 2.0.7
13.7 MAGIX Photostory 2019 Deluxe inkl. Anpassung der Verzeichnis-Struktur. Dabei ergeben sich erhebliche Probleme. Nach intensiver Suche finde ich bei Magix allerdings die richtigen Hinweise. Vor einer Zweit-Installation muss im Benutzer-Konto erst die alte Installation deaktiviert werden. Danach kann mit der zur Verfügung stehenden Download-Datei alles inkl. Zuberhör-Elementen installiert
13.8 Google Earth 7.3
13.9 GpsTrackEditor-1.15.141
13.10 SILKYPIX Developer Studio 4.4 SE für RAW-Bilder der PANASONIC DC-TZ202)

14. Diese Aktion hat gezeigt, dass die Trennung und separate Sicherung der persönlichen Datenbestände vom System zwar eine gute, aber keine ausreichende Maßnahme ist. Viele Anwendungen speichern Nutzerdaten im Systemlaufwerk unter „Benutzer“ ab, von wo sie im Fall des Festplattenausfalls nicht gerettet werden können. Auf dem neuen System werde ich die für die Tagessicherung zuständige Datei „lösch-n-sich.cmd“ erheblich erweitern, z.B. durch den Befehl

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xcopy /S /Y „C:\ProgramData\Adobe\Elements Organizer\Catalogs\Breitbild-Format“ G:\Sicherungen\Organizer\
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Vier (4) Tage habe ich für den „Umzug“ auf das neue NoteBook gebraucht. In der Zwischenzeit wurde auch der bestellte Adapter ‚2,5″-SATA-Festplatte an USB‘ geliefert. Überraschung, alle Partitionen der HDD sind lesbar und ich komme auch noch an die Daten der alten Systempartition heran. Das heißt, neben allen Kontakten können auch noch andere Daten übernommen werden, so zum Beispiel die alte GeoSetter-Portable 3.4, die ich zur EXIF-Daten-Synchronisation benötige.

Ich hoffe, dass nicht doch noch irgendwo ein Problem oder Problemchen auftaucht. Es ist ein angenehmes Arbeiten an der mir vom Schicksal ‚verordneten‘ neuen Maschine. Zum Abschluss aller Arbeiten bietet Microsoft sogar das Update auf Version 1809 an (am 10. Dezember 2018).